Im Schutz des Felsens, Felsenbunker Ehrenbreitstein
In Koblenz, das im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert wurde, spielte der Luftschutz eine große Rolle. Während im Stadtgebiet einige Hoch- und Tiefbunker aus Beton erbaut wurden, bekam der Stadtteil Ehrenbreitstein in den Jahren 1941 bis 1943 den Felsenbunker. Stollen von insgesamt zwei Kilometern Länge wurden in den Felsen unter der Feste Ehrenbreitstein getrieben. Sie boten bis zu 10000 Menschen Schutz. Diese Führung, die nur an wenigen Terminen im Jahr möglich ist, öffnet Teile des Bunkers und berichtet auch vom Leben im Bunker, von eher kurzen Aufenthalten bei Fliegeralarm bis zum Daueraufenthalt in den Wochen bis zum Kriegsende.
Das mittelalterliche Koblenz spiegelt sich noch heute im Straßenbild und dazu in Kirchen, Häusern und Resten der Stadtmauer. Diese Führung ist eine Spurensuche, die in die Zeit des 5. bis 15. Jahrhunderts zurückführt. Koblenz blühte als ein Zentrum des Erzbistums und Kurfürstentums Trier auf, erweiterte seine Bedeutung als Stadt, war Handelsplatz und geistliches Zentrum. Sogar die große Politik berührte die Stadt: Über die Teilung des Frankenreiches wurde hier verhandelt und der Staufer Kaiser Konrad III. kam hier an die Macht.
Sie erzählt die Geschichte, das Leben, die Vertreibung, Ermordung und Rückkehr jüdischer Mitbürger in / aus unserer Stadt auf unterschiedlichen Wegen. Der etwa zweistündige Weg beginnt entweder am Konrad-Adenauer-Ufer oder, je nach Liegeplatz der Kreuzfahrtschiffe am Peter-Altmeier-Ufer. Sie führt an Stellen vorbei, an denen Juden gelebt und gearbeitet haben, zeigt einige der zahlreichen in der Stadt verlegten Stolpersteine und lässt die Vergangenheit der vor 1933 großen jüdischen Gemeinde (ca. 900 Mitglieder) wieder aufleben. Es wird aber auch erzählt vom Leiden in der nationalsozialistischen Vergangenheit, der Zerstörung der früheren Synagoge im früheren Bürresheimer Hof und von der nahezu vollständigen Ausrottung der jüdischen Vorkriegsgemeinde. Die ehemalige Judengasse wird besucht, die Liebfrauenkirche mit dem Bildnis der geborenen Jüdin Edith Stein und dem Grabstein der Jüdin Hannah.
Seit seiner Eröffnung 1820 hat sich der Koblenzer Hauptfriedhof als Parkanlage am Fuß und im Hang der Karthause entwickelt. Die Führung über diese zentrale Begräbnisstätte der Stadt ist ein Weg durch die Stadtgeschichte wie auch durch die Geschichte des Umgangs mit dem Tod und den Toten. Viele Menschen, die Koblenz geprägt haben, ruhen dort, z. B. preußische Generäle, Koblenzer Oberbürgermeister, der Verleger Carl Baedeker, die Familie Wegeler, der Ministerpräsident Peter Altmeier. Aber auch Gräber weniger bekannter Personen laden zur Entdeckung ein.
Wanderführung – Warum ist es am Rhein und an der Mosel so schön
Auf einer Wanderung durch die Täler und über die Höhen von Rhein und Mosel erlebt man am ehesten die Weite und Vielfalt dieser Landschaft. Das waldreiche Stadtgebiet von Koblenz und dessen Umland lassen sich auf vielen Routen erkunden: Auf Teilen der Premiumwanderwege Rheinsteig, Moselsteig und Rheinburgenweg sowie auf weniger stark begangenen Pfaden.
Eine Spurensuche zum Koblenz des langen 19. Jahrhunderts. Vielen Bauten in Koblenz zeugen noch davon, wie stolz Koblenz in den Jahren 1815 bis 1918 als Residenz des preußischen Königs, Festung, Garnison und Verwaltungssitz war. Das Stadtbild veränderte sich, das kurfürstliche Schloss blühte als königliches Schloss neu auf, und stattliche Verwaltungsbauten zierten die Hauptstadt der Rheinprovinz. Zugleich zeigte Preußen mit seinen Bauten auch, dass es die Wacht am Rhein übernommen hatte.
Hinaus ins Weite – das war der Gedanke, als die preußische Königin und spätere deutsche Kaiserin Augusta 1856 bis 1861 die Koblenzer Rheinanlagen schaffen ließ. Die Koblenzer sollten in ihrer freien Zeit der Enge der Festungsstadt entfliehen und in dem Landschaftspark am Rhein flanieren. Auf diesem geführten Spaziergang geht es durch weite Teile des Parks. Obwohl dieser modern umgestaltet wurde, ist seine alte Gestalt noch zu erahnen, besonders bei Bauwerken wie dem Kaiserin-Augusta-Denkmal, dem Luisentempel oder der Büste des Gartenplaners Peter Joseph Lenné.
Liebe Baumfreunde, begleiten Sie uns auf einer außergewöhnlichen Führung durch die Koblenzer Augusta-Anlagen. Etwa 20.000 Bäume sind im Koblenzer Baumkataster aufgeführt und über 40 markante Bäume stehen in den Rheinanlagen. Einige Exemplare werden wir Ihnen vorstellen: den Taschentuchbaum, den Blauglockenbaum, die kaukasische Flügelnuss, den Amberbaum, Mammutbäume und viele mehr. Wir erläutern Ihnen die botanischen Besonderheiten der stillen Riesen, berichten über Mythen, Geschichten, Gedichte und erstaunliche Verwendungsarten
Steine erzählen vom Glauben – die Koblenzer Kirchen der Altstadt
Die Kirchen sind nicht nur Zeugnisse der Kunstgeschichte, sondern als Gotteshäuser wichtige Bezugspunkte für die Menschen. Die Gläubigen kommen dort Gott näher und begegnen einander in Gebet und Gottesdienst, in Freud‘ und Leid. Auch deshalb haben die Menschen stets zu Erhaltung und Ausstattung ihrer Kirchen beigetragen. Davon erzählt in Koblenz die alte Stadtpfarrkirche Liebfrauen ebenso wie die ehemaligen Stiftskirchen St. Kastor und St. Florin. Die Führung öffnet Blicke in Geschichte und Baugeschichte der Gotteshäuser und gibt Einblicke in die sakralen Kunstwerke und ihre Bedeutung.
Koblenz gehört zu den ältesten Städten der Bundesrepublik! Alles, auch die schriftliche Geschichte, begann mit den Römern!
Der lange, mühselige Weg der Frauen vom Patriarchat bis 1949 die Gleichstellung im GG proklamiert wurde, ist in den vorgestellten Frauen-Lebensläufen gut darzustellen!
Frauen aus allen(!) gesellschaftlichen Ständen in den verschiedenen Epochen werden vorgestellt.
Sie hören von einer Dienstmagd, von einer Königin/Kaiserin, von Bürgerfrauen und Künstlerinnen, von katholischen Genossenschaftsschwestern wie auch von den Mitgliedern des ersten katholischen Frauenvereins, in Koblenz gegründet! Von den ersten Lokalpolitikerinnen (im 20. Jahrhundert) und von immer noch abhängigen und unterdrückten Frauen von heute!
– Es wird spannend!! –
Genussführung durch Koblenz – die etwas andere Stadtführung.Lassen Sie sich erzählen von Genüssen aus vergangenen Zeiten, von Deppekoche, Dunkes, Kalter Ente.Sie werden überrascht sein, wie viel Unbekanntes es an Koblenzer Besonderheiten zu erfahren gibt- von Genüssen für Ohren, Leib und Seele! Und so kurzweilig!
Auch nach dem Abzug der preußischen Besatzung 1918 erlebte die Feste Ehrenbreitstein noch eine wechselvolle Geschichte. Sie war Kaserne der Besatzungstruppen nach den Weltkriegen und Flak-Stellung im Zweiten Weltkrieg. Die Kasematten schützten nicht mehr gegen Fliegerbomben, bargen aber Kunstwerke und Archivalien aus dem Rheinland. Nach dem Krieg war die Feste Flüchtlingslager und Notunterkunft. Diese Geschichte und die Geschichten der Menschen in dieser Zeit stehen im Mittelpunkt der Führung. Sie sind an vielen Orten noch zu greifen, bis hin zur rekonstruierten Wohnung Suderland aus der Zeit um 1960.
Schloss Stolzenfels ist einer der Höhepunkte der Rheinromantik. König Friedrich Willhelm IV. von Preußen ließ es 1835 bis 1842 nach Plänen Karl Friedrich Schinkels wiederaufbauen. In den original eingerichteten Räumen können die Besucher noch heute in die Geschichte und die Sagen und Legenden der Mittelrheins eintauchen, die den König begeisterten. Zu entdecken sind auch die Blicke aus dem Schloss in die Landschaft und die Landschaft selbst. Das Schloss steht inmitten eines Landschaftsparks mit Wasserlauf und Ruheplätzen, der in die Rheinlandschaft übergeht. Diese Führung erschließt diese Einheit von Schloss und Bergpark und spürt dem Zauber der Rheinromantik nach.