Augustas Rheinanlagen

Hinaus ins Weite – das war der Gedanke, als die preußische Königin und spätere deutsche Kaiserin Augusta 1856 bis 1861 die Koblenzer Rheinanlagen schaffen ließ. Die Koblenzer sollten in ihrer freien Zeit der Enge der Festungsstadt entfliehen und in dem Landschaftspark am Rhein flanieren. Auf diesem geführten Spaziergang geht es durch weite Teile des Parks. Obwohl dieser modern umgestaltet wurde, ist seine alte Gestalt noch zu erahnen, besonders bei Bauwerken wie dem Kaiserin-Augusta-Denkmal, dem Luisentempel oder der Büste des Gartenplaners Peter Joseph Lenné.

Bad Ems – Kaiserbad/ Öffentliche Stadtführung

Seit der Römerzeit werden die Quellen von Bad Ems zur Linderung zahlreicher Beschwerden genutzt. Erstmals 1320 erwähnt, entwickelte sich aus dem barocken Fürstenbad im 19. Jahrhundert die „Weltkurstadt Bad Ems“. Jacques Offenbach, Clara Schumann und Fjodor Dostojewski weilten in der kleinen Stadt an der Lahn und brachten internationales Flair.

Erleben Sie die spannende Geschichte von Bad Ems, das heute noch eine großartige Epoche europäischer Geschichte widerspiegelt.

Baumführung durch die Koblenzer Rheinanlagen

Liebe Baumfreunde, begleiten Sie uns auf einer außergewöhnlichen Führung durch die Koblenzer Augusta-Anlagen. Etwa 20.000 Bäume sind im Koblenzer Baumkataster aufgeführt und über 40 markante Bäume stehen in den Rheinanlagen. Einige Exemplare werden wir Ihnen vorstellen: den Taschentuchbaum, den Blauglockenbaum, die kaukasische Flügelnuss, den Amberbaum, Mammutbäume und viele mehr. Wir erläutern Ihnen die botanischen Besonderheiten der stillen Riesen, berichten über Mythen, Geschichten, Gedichte und erstaunliche Verwendungsarten

Biovielfalt im Koblenzer Weinberg

Vielfalt auf kleiner Fläche: Weinbergpfirsich, Majoran und Lattich aus der Steilterrasse! Der Weinberg bietet einer Vielzahl von Pflanzen und auch Tieren Lebensraum. Bei der Führung durch die Weinbergslage Koblenzer Marienberg mit den Naturerlebnisbegleitern Christine und Kalle Grundmann geht es um Mauerpfeffer, Brennnesseln, Schmetterlingen, Wildbienen und die Zusammenhänge im Ökosystem. Mit einer Weinprobe im Weinberg und im Weingut Schwaab ein besonderes Erlebnis.

Das Göttliche in uns – Koblenzer Heilige

In jedem Menschen steckt ein Heiliger – nur manche können es gut verbergen. Bei einigen aber ist die Heiligkeit ganz offensichtlich. Auch in Koblenz haben einige davon gelebt und gewirkt. Der Koblenzer Theologe Kalle Grundmannerzählt sowohl über den Heiligen Kastor, die selige Rizza und den Heiligen Florin aus der frühen christlichen Zeit als auch über den seligen Peter Friedhofen, Irmina Hölscher, Philipp de Lorenzi u. a. aus dem 19. Jahrhundert. Treffpunkt: Basilika St. Kastor. Dauer: ca. 90 Minuten.

Das Koblenzer Sektmuseum

Wer die Deinhard-Tradition aus nächster Nähe kennenlernen möchte, kann sich im Koblenzer Sektmuseum im Deinhard-Stammhaus auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit begeben. Hier schlagen die Herzen von Wein- und Schaumwein-Liebhabern höher. Die Seele der Weinkultur ist in jedem Teil des Gewölbes spürbar. Bei einer fachkundigen Führung erfährt der Besucher anhand von Originalgeräten anschaulich, wie Sekt und Wein früher hergestellt und von Koblenz aus in die ganze Welt verschickt wurden.

Der Kanzler vom letzten Kurfürsten

Ein Spaziergang durch Koblenz, vom Deutschen Eck, an die Mauer des Deutschen Ritterordens, über das Kurfürstliche Schloss zur Mosel. Eine Zeitreise (fast nur) durch das 18. Jahrhundert.
Erleben Sie den Kanzler von La Roche als Geist unter Seiner Durchlauchtigsten Durchlaucht Fürst Clemens Wenceslaus von Sachsen, Prinz von Polen und Herzog zu Sachsen aus dem Haus der albertinischen Wettiner, Erzbischof und Kurfürst von Trier, Fürstbischof von Augsburg, sowie Fürstprobst von Ellwangen.
Hören Sie die Geschichten von Sophie von La Roche, die in Ehrenbreitstein einen „literarischen Salon“ betetrieb und Gäste wie Johann Wolfgang von Goethe empfing oder von der Schwester des  Kurfürsten, Kunigunde, die nur „Frau Kurfürstin“ genannt wurde.
Diese Führung findet nur in der Sommerzeit von Ostern bis in den frühen Herbst statt.

 

Der Wein, die Kirche und das Dorf

Geschichte und Geschichtchen rund um den Weinbau in den Koblenzer Vororten Moselweiß und Güls stehen bei der Weinwanderung im Vordergrund. Ausgangspunkt der ca. 5 Kilometer langen Wanderung ist die Pfarrkirche St. Laurentius in Koblenz-Moselweiß. Da man über Wein nicht sprechen kann ohne ihn zu verkosten, gehört die Einkehr in Winzerhöfen, sowie eine Weinbergswanderung durch die Weinlage Koblenzer Marienberg und der Abschluss im Felsenkeller des Weinguts Schwaab mit zum Programm.

Endpunkt: Weingut Schwaab, Koblenz-Güls, In der Laach 93
Dauer: ca. 5 Stunden

 

Des Rheinlands Glanz und Preußens Gloria

© Christian Schüller

Eine Spurensuche zum Koblenz des langen 19. Jahrhunderts. Vielen Bauten in Koblenz zeugen noch davon, wie stolz Koblenz in den Jahren 1815 bis 1918 als Residenz des preußischen Königs, Festung, Garnison und Verwaltungssitz war. Das Stadtbild veränderte sich, das kurfürstliche Schloss blühte als königliches Schloss neu auf, und stattliche Verwaltungsbauten zierten die Hauptstadt der Rheinprovinz. Zugleich zeigte Preußen mit seinen Bauten auch, dass es die Wacht am Rhein übernommen hatte.

Die Arenberger Pfarrer-Kraus-Anlagen

Ein Exkurs in die Zeit des „romantischen Katholizismus“am Rhein. Was war es, das im 19. Jh. den Arenberger LandpfarrerJohann Baptist Kraus dazu bewog, vor den Toren derStadt Koblenz eine „Bilderbibel“ in einen eigens dazu angelegten Landschaftspark zu integrieren? Und wie kam der unerwartet große Erfolg dieses Vorhabens zustande? Welche Rolle spielte dabei die preußische Prinzessin und spätere Kaiserin Augusta, deren Wirken nicht nur der Stadt Koblenz, sondern auch dem Umland sehr zugute kam? Lassen Sie sich mitnehmen in die sog. „gute alte Zeit“, als der heutige Koblenzer Stadtteil Arenberg noch „Roter Hahn“ hieß und ein berühmter und viel besuchter Wallfahrtsort war.

Die Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Arenberg

Führung durch einen Kirchenbau der Rheinischen Spätromantik Die Kirche St. Nikolaus sowie die dazu gehörende Landschaftsbilderbibel aus dem 19. Jh. waren einst vielbesuchte Wallfahrtsstätten vor den Toren von Koblenz. Die vielen unterschiedlichen, teils originellen Baumaterialien machen bis heute den besonderen Reiz der einst berühmten „Muschelkirche“ aus. Doch wie kam es, dass die damals in Koblenz lebende protestantische Prinzessin, die spätere Kaiserin Augusta und der erzkatholische Arenberger Landpfarrer Johann Baptist Kraus während der langwierigen Bauarbeiten an Kirche und Anlagen so gut kooperierten? Und wieso kamen so viele illustre und berühmte Gäste aus dem nahen Bad Ems nach Arenberg? Lassen Sie sich entführen in eine Vergangenheit, die sicher nicht für alle Menschen die „gute alte Zeit“ war.

Diebe, Gauner und Halunken – Verbrechen zwischen zwei Flüssen

Kommen Sie mit auf eine eineinhalbstündige Zeitreise durch die düstere Justiz- und Kriminalgeschichte der Stadt Koblenz.
Die Führung erzählt unter Anderem von den Banden des Räuberhauptmanns Schinderhannes und von der noch viel schlimmeren und berüchtigten Moselbande, die im 18. Jahrhundert die gesamte Region in Angst und Schrecken versetzte.
Foltermethoden, damals noch ein Mittel der Wahrheitsfindung, waren vor wenigen Jahrhunderten noch selbstverständliche Strafverfolgung – heute allerdings läuft uns beim Gedanken daran ein gehöriger Schauer über den Rücken.
Der Gästeführer erläutert die Umstände von Prozessen und Urteilen der damaligen Zeit. Auch die Reichspogromnacht und damit einhergehende Zerstörungen in der ganzen Stadt werden thematisiert. Die fesselnden Geschichten rund um den populären Augenroller, die Blutlinde am Florinsmarkt, der Gang der Hexen zu ihrem Hinrichtungsplatz an der Laubach runden die Führung durch die Altstadt ab.
Bei dieser lehrreichen und zugleich unheimlich spannenden Führung ist Gänsehaut garantiert.

Ehrenbreitstein – zwischen Residenz und Garnison, Stadtteilführung

Foto: Manfred Böckling

Selten findet sich ein so stark geprägtes barockes Stadtbild wie im Koblenzer Stadtteil Ehrenbreitstein. Seitdem der Kurfürst von Trier 1629 sein Schloss Philippsburg vollendet hatte, blühte der Ort als Residenz. Das Dikasterialgebäude, 1749 von Balthasar Neumann vollendet, kündet davon ebenso wie barocke Bürgerhäuser. Der Wegzug des Kurfürsten nach Koblenz 1786 ließ den Ort verblühen, doch die preußische Garnison und Festung belebte den Ort ab 1815 wieder. Auch diese Zeit hinterließ ihre Spuren, von der Ortsbefestigung über den Dähler Born bis zum Garnisonlazarett. Seit seiner Sanierung und dem Bau des Hochwasserschutzes entfaltet Ehrenbreitstein seine Reize neu.

Festung Koblenz und Ehrenbreitstein

© Christian SchüllerIn den Jahren 1815 bis 1834 baute das Königreich Preußen rund um den Zusammenfluss von Rhein und Mosel die Festung Koblenz und Ehrenbreitstein. Die Orte wurden befestigt und mit einem Ring aus Festungswerken umschlossen. Trotz teilweiser Auflassung der Festung ab 1890 und der Entfestigung nach dem Ersten Weltkrieg sowie späterer Verluste ist die Gesamtanlage bis heute im Stadtgebiet zu erleben, Reste der Stadtbefestigung ebenso wie die Feste Ehrenbreitstein und Teile der Forts Asterstein und Konstantin oder der Feste Franz. Die Festung lässt sich in Teilen zu Fuß oder per Bus erkunden, als Tagestour genauso wie als kürzere Führung zu einzelnen Bauten.

Festungsführung „Auf den Spuren des Angreifers“ zwei Stunden

© Christian SchüllerStarke, beschuss- und bombensichere Kasematten als Geschützstellungen und Truppenunterkünfte, drei Verteidigungslinien im Norden, 1500 Mann Kriegsbesatzung, 80 Geschütze und Vorräte für ein halbes Jahr machten die Feste Ehrenbreitstein zu einer der stärksten Positionen der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein. 1817 bis 1828 auf den Trümmern einer mächtigen Festung des Kurfürstentums Trier erbaut, war die preußische Feste bis 1918 einsatzbereit. Diese Führung nimmt die Gäste zu einem Angriff auf die Feste mit, vom Vorfeld bis zum Oberen Schlosshof, durch Kasematten und Gräben und auf die Wälle. Die Verteidigung der Anlage und der Alltag der Soldaten werden dabei lebendig.

Festungsführung „Weg zur Festungsgeschichte“ eine Stunde

Foto: Manfred Böckling

Als Einstieg in die Feste Ehrenbreitstein empfiehlt sich diese Führung. 3000 Jahre Befestigungsgeschichte sind dort zu erleben, doch den Schwerpunkt bildet die preußische Festungsanlage, erbaut 1817 bis 1828 und bis 1918 einsatzbereit. Die Führung macht deutlich, wie die Feste verteidigt worden wäre, und veranschaulicht das Leben der Soldaten in den beschuss- und bombensicheren Kasematten. Beim Blick über die Stadt Koblenz erfahren die Besucher auch einiges zur Festung Koblenz und Ehrenbreitstein, die den strategisch wichtigen Zusammenfluss von Rhein und Mosel sicherte.

Festungsschicksale

Foto: Manfred Böckling

Auch nach dem Abzug der preußischen Besatzung 1918 erlebte die Feste Ehrenbreitstein noch eine wechselvolle Geschichte. Sie war Kaserne der Besatzungstruppen nach den Weltkriegen und Flak-Stellung im Zweiten Weltkrieg. Die Kasematten schützten nicht mehr gegen Fliegerbomben, bargen aber Kunstwerke und Archivalien aus dem Rheinland. Nach dem Krieg war die Feste Flüchtlingslager und Notunterkunft. Diese Geschichte und die Geschichten der Menschen in dieser Zeit stehen im Mittelpunkt der Führung. Sie sind an vielen Orten noch zu greifen, bis hin zur rekonstruierten Wohnung Suderland aus der Zeit um 1960.

Frauen am Weg

„Viele Frauen haben in Koblenz Geschichte geschrieben. Hören Sie die Geschichten von Kaiserin Augusta oder der Schwester des letzten Kurfürsten von Trier, Clemens Wenzeslaus von Sachsen, Prinzessin Maria Kunigunde von Sachsen, die nur Frau Kurfürstin genannt wurde oder Sophie von La Roche, von der Goethe sagte, „Sie war die wunderbarste Frau, und ich wüsste ihr keine andre zu vergleichen, …. die zwischen dem Benehmen einer Edeldame und einer würdigen bürgerlichen Frau gar anmutig schwebte.“ – Dat Pepperminzje, die Annemarie Stein hieß – die Maatfrau, die sich beim Schutzmann beschwert, – Rizza, die nur selig gesprochen wurde, obwohl wir Kowelenzer der Meinung sind, sie müsste an sich heilig sein, –  Henriette Sontag, die Königin des Gesangs, –  Irmina Hölscher, die Schwester vom Heiligen Geist, – warum heißt das Etzgässje so, – Maria, die Mutter Gottes, der Schutzpatronin unserer Stadt, –  uva.“

Führung in Gebärdensprache

Seit 2011 bietet die qualifizierte hör-geschädigte Gästeführerin Martha Julich-Backes Führungen in deutscher Sprache und in Gebärdensprache an.

Die Muttersprache der Gästeführerin ist die Gebärdensprache.

Es werden Führungen in der Altstadt, auf Schloss Stolzenfels und auf der Festung Ehrenbreitstein durchgeführt.

Führung über den Hauptfriedhof

Seit seiner Eröffnung 1820 hat sich der Koblenzer Hauptfriedhof als Parkanlage am Fuß und im Hang der Karthause entwickelt. Die Führung über diese zentrale Begräbnisstätte der Stadt ist ein Weg durch die Stadtgeschichte wie auch durch die Geschichte des Umgangs mit dem Tod und den Toten. Viele Menschen, die Koblenz geprägt haben, ruhen dort, z. B. preußische Generäle, Koblenzer Oberbürgermeister, der Verleger Carl Baedeker, die Familie Wegeler, der Ministerpräsident Peter Altmeier. Aber auch Gräber weniger bekannter Personen laden zur Entdeckung ein.