Tauchen Sie mit einem Koblenzer Schängel in das „Paradies mit Fels, Tal, Reben, Garten “ ein. Erholen Sie sich bei reizvollen Aussichten im kurfürstlichen Schlossgarten und den Parkanlagen am Rhein. Erfahren Sie auf dem Weg vom Kurfürst zum Traubenträger den mittelrheinischen Artenreichtum zur Einstimmung auf Ihren Genuss in der Weinregion am Eckstein Deutscher Geschichte mit Kultur und Lebensfreude.
Was gibt es in Lützel zu sehen?
Ein Ortsteil, der eine bewegte Geschichte im Schatten der Stadt hat. Ein König wurde hier gewählt, eine Steinbrücke errichtet, eine Festung gebaut und großer Holzhandel entwickelte sich, dass alles vor den Toren der Stadt.
Gehen Sie mit auf Entdeckungstour!
Als die Koblenzer Stadtbefestigung 1890 aufgelassen wurde, entstand die Südliche Vorstadt als erster neuer Stadtteil. Der Planung von Wilhelm Stübben folgend, bekam Koblenz ein Viertel mit breiten Straßen und einer großzügigen Wohnbebauung. Kirchen wie Christus-, Herz-Jesu- und Josefkirche, aber auch der Hauptbahnhof wurden ihre Bezugspunkte. Die Stadtplanung dieser Zeit wie auch die weitere Entwicklung des Viertels lassen sich bis heute gut in den Straßen ablesen. Häuser und Kirchen aus der Zeit des Historismus, Fachwerkbauten aus der Zeit, in der das Gebiet noch Festungs-Schussfeld war, und sogar Fassaden des Jugendstils und Ansätze der Moderne lassen sich hier entdecken.
Ohne Mampf kein Kampf – Versorgung der Feste Ehrenbreitstein
Die 1500 Mann Besatzung mit ihren 80 Geschützen konnten in den Jahren 1828 bis 1918 die Feste Ehrenbreitstein nur ausdauernd verteidigen, wenn sie ausreichend Lebensmittel, Trinkwasser und Munition hatten. Was die Besatzung in Frieden und Krieg alles brauchte, wie es beschafft wurde und welcher technische Aufwand dabei betrieben wurde, ist Gegenstand dieser Führung. Sie geht zu den Wohnkasematten, in ein Pulvermagazin, zu einer Kriegslatrine und endet in der Großen Zisterne unter dem Niederen Schlosshof.
Ehrenbreitstein – zwischen Residenz und Garnison, Stadtteilführung
Foto: Manfred Böckling
Selten findet sich ein so stark geprägtes barockes Stadtbild wie im Koblenzer Stadtteil Ehrenbreitstein. Seitdem der Kurfürst von Trier 1629 sein Schloss Philippsburg vollendet hatte, blühte der Ort als Residenz. Das Dikasterialgebäude, 1749 von Balthasar Neumann vollendet, kündet davon ebenso wie barocke Bürgerhäuser. Der Wegzug des Kurfürsten nach Koblenz 1786 ließ den Ort verblühen, doch die preußische Garnison und Festung belebte den Ort ab 1815 wieder. Auch diese Zeit hinterließ ihre Spuren, von der Ortsbefestigung über den Dähler Born bis zum Garnisonlazarett. Seit seiner Sanierung und dem Bau des Hochwasserschutzes entfaltet Ehrenbreitstein seine Reize neu.
Flanieren Sie auf einer kurzweiligen Zeitreise durch die Schängelstadt und lauschen Erzählungen über Eigenschaften liebenswerter Stadtbesucher, Bürger sowie Koblenzer Originalen und zu den Konsequenzen jugendlichen Leichtsinns. Die reiche Stadtgeschichte bietet an Vater Rhein und Mutter Mosel viele spannende Anekdoten.
„Viele Frauen haben in Koblenz Geschichte geschrieben. Hören Sie die Geschichten von Kaiserin Augusta oder der Schwester des letzten Kurfürsten von Trier, Clemens Wenzeslaus von Sachsen, Prinzessin Maria Kunigunde von Sachsen, die nur Frau Kurfürstin genannt wurde oder Sophie von La Roche, von der Goethe sagte, „Sie war die wunderbarste Frau, und ich wüsste ihr keine andre zu vergleichen, …. die zwischen dem Benehmen einer Edeldame und einer würdigen bürgerlichen Frau gar anmutig schwebte.“ – Dat Pepperminzje, die Annemarie Stein hieß – die Maatfrau, die sich beim Schutzmann beschwert, – Rizza, die nur selig gesprochen wurde, obwohl wir Kowelenzer der Meinung sind, sie müsste an sich heilig sein, – Henriette Sontag, die Königin des Gesangs, – Irmina Hölscher, die Schwester vom Heiligen Geist, – warum heißt das Etzgässje so, – Maria, die Mutter Gottes, der Schutzpatronin unserer Stadt, – uva.“
Führung durch einen Kirchenbau der Rheinischen Spätromantik Die Kirche St. Nikolaus sowie die dazu gehörende Landschaftsbilderbibelaus dem 19. Jh. waren einst vielbesuchte Wallfahrtsstätten vor den Toren von Koblenz. Die vielen unterschiedlichen,teils originellen Baumaterialien machen bis heute den besonderen Reiz der einst berühmten „Muschelkirche“ aus. Doch wie kam es, dass die damals in Koblenz lebende protestantische Prinzessin,die spätere Kaiserin Augusta und der erzkatholische Arenberger Landpfarrer Johann Baptist Kraus während der langwierigen Bauarbeiten an Kirche und Anlagen so gut kooperierten?Und wieso kamen so viele illustre und berühmte Gäste aus dem nahenBad Ems nach Arenberg?– Lassen Sie sich entführen in eine Vergangenheit, die sicher nichtfür alle Menschen die „gute alte Zeit“ war.
Ein Exkurs in die Zeit des „romantischen Katholizismus“am Rhein. Was war es, das im 19. Jh. den Arenberger LandpfarrerJohann Baptist Kraus dazu bewog, vor den Toren derStadt Koblenz eine „Bilderbibel“ in einen eigens dazu angelegten Landschaftspark zu integrieren? Und wie kamder unerwartet große Erfolg dieses Vorhabens zustande?Welche Rolle spielte dabei die preußische Prinzessin undspätere Kaiserin Augusta, deren Wirken nicht nur der StadtKoblenz, sondern auch dem Umland sehr zugute kam? Lassen Sie sich mitnehmen in die sog. „gute alte Zeit“, alsder heutige Koblenzer Stadtteil Arenberg noch „Roter Hahn“hieß und ein berühmter und viel besuchter Wallfahrtsortwar.
Wer die Deinhard-Tradition aus nächster Nähe kennenlernen möchte, kann sich im Koblenzer Sektmuseum im Deinhard-Stammhaus auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit begeben. Hier schlagen die Herzen von Wein- und Schaumwein-Liebhabern höher. Die Seele der Weinkultur ist in jedem Teil des Gewölbes spürbar. Bei einer fachkundigen Führung erfährt der Besucher anhand von Originalgeräten anschaulich, wie Sekt und Wein früher hergestellt und von Koblenz aus in die ganze Welt verschickt wurden.
In den Jahren 1815 bis 1834 baute das Königreich Preußen rund um den Zusammenfluss von Rhein und Mosel die Festung Koblenz und Ehrenbreitstein. Die Orte wurden befestigt und mit einem Ring aus Festungswerken umschlossen. Trotz teilweiser Auflassung der Festung ab 1890 und der Entfestigung nach dem Ersten Weltkrieg sowie späterer Verluste ist die Gesamtanlage bis heute im Stadtgebiet zu erleben, Reste der Stadtbefestigung ebenso wie die Feste Ehrenbreitstein und Teile der Forts Asterstein und Konstantin oder der Feste Franz. Die Festung lässt sich in Teilen zu Fuß oder per Bus erkunden, als Tagestour genauso wie als kürzere Führung zu einzelnen Bauten.
Im Schutz des Felsens, Felsenbunker Ehrenbreitstein
In Koblenz, das im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert wurde, spielte der Luftschutz eine große Rolle. Während im Stadtgebiet einige Hoch- und Tiefbunker aus Beton erbaut wurden, bekam der Stadtteil Ehrenbreitstein in den Jahren 1941 bis 1943 den Felsenbunker. Stollen von insgesamt zwei Kilometern Länge wurden in den Felsen unter der Feste Ehrenbreitstein getrieben. Sie boten bis zu 10000 Menschen Schutz. Diese Führung, die nur an wenigen Terminen im Jahr möglich ist, öffnet Teile des Bunkers und berichtet auch vom Leben im Bunker, von eher kurzen Aufenthalten bei Fliegeralarm bis zum Daueraufenthalt in den Wochen bis zum Kriegsende.
Das mittelalterliche Koblenz spiegelt sich noch heute im Straßenbild und dazu in Kirchen, Häusern und Resten der Stadtmauer. Diese Führung ist eine Spurensuche, die in die Zeit des 5. bis 15. Jahrhunderts zurückführt. Koblenz blühte als ein Zentrum des Erzbistums und Kurfürstentums Trier auf, erweiterte seine Bedeutung als Stadt, war Handelsplatz und geistliches Zentrum. Sogar die große Politik berührte die Stadt: Über die Teilung des Frankenreiches wurde hier verhandelt und der Staufer Kaiser Konrad III. kam hier an die Macht.
Sie erzählt die Geschichte, das Leben, die Vertreibung, Ermordung und Rückkehr jüdischer Mitbürger in / aus unserer Stadt auf unterschiedlichen Wegen. Der etwa zweistündige Weg beginnt entweder am Konrad-Adenauer-Ufer oder, je nach Liegeplatz der Kreuzfahrtschiffe am Peter-Altmeier-Ufer. Sie führt an Stellen vorbei, an denen Juden gelebt und gearbeitet haben, zeigt einige der zahlreichen in der Stadt verlegten Stolpersteine und lässt die Vergangenheit der vor 1933 großen jüdischen Gemeinde (ca. 900 Mitglieder) wieder aufleben. Es wird aber auch erzählt vom Leiden in der nationalsozialistischen Vergangenheit, der Zerstörung der früheren Synagoge im früheren Bürresheimer Hof und von der nahezu vollständigen Ausrottung der jüdischen Vorkriegsgemeinde. Die ehemalige Judengasse wird besucht, die Liebfrauenkirche mit dem Bildnis der geborenen Jüdin Edith Stein und dem Grabstein der Jüdin Hannah.
Im September 1905 stand Koblenz im Mittelpunkt des alljährlichen Kaisermanövers. Die Teilnehmer der Führung haben die Ehre, ihre Reseveübung beim Schleswig-Holsteinischen Fußartillerie-Regiment Nr. 9 zu absolvieren und am Manöver teilzunehmen. Zum Einstieg führt sie ein Einjährig-Freiwilliger Gefreiter des Regiments durch seine Garnison, vor allem zu Paradeplatz, Schloss, Rheinufer und Deutschem Eck. Dabei wird das Leben in der preußischen Garnison und Festung lebendig, doch es bleibt nicht immer ernst, denn: „Kommiss“ kommt von „komisch…“
„Der Koblenzer Weinknecht“ heißt eine szenische Führung mit Kalle Grundmann in der Koblenzer Innenstadt. Bei ihr begegnet man Servus Carolus, einem Sklaven aus der römischen Zeit, dem Wingertsmann Karlemann aus dem Mittelalter, dem Weinküfer Karl Böttcher aus dem 19. Jahrhundert und zum Schluss Carl Bremm, einem kleinen Winzer von der Mosel, der im Jahre 1926 Koblenz besucht. Immer geht es um den Wein und die Menschen, die ihn machen. Und natürlich um Koblenz und seine Weingeschichte. An jeder der vier Stationen wird ein Wein probiert.
Szenenführung – Heilije, Hexe, Huckeweiwer mit Marlis Weiß
„Heilije, Hexe, Huckeweiwer“- mit Lisbeth durch die Altstadt. Begleiten Sie Lisbeth, die Marktfrau, durch die Koblenzer Altstadt und erfahren Sie, gewürzt in Mundart, Interessantes und Nachdenkliches zu besonderen „Kowelenzer Leut“ und ihren Gewohnheiten, den „Kowelenzer Originalen“ und vielen Anderen mehr. Zur Stärkung gibt es unterwegs „Dudebaincher“ und einen „Dähler Drobbe“ (im Preis enthalten).
Diese szenische Führung versetzt die Teilnehmer ins Jahr 1870. Die Festung Koblenz und Ehrenbreitstein ist wegen des Deutsch-Französischen Krieges im Belagerungszustand. Besondere Vorsicht ist geboten, bei Militär und Polizei wie bei den zehn Nachtwächtern, die jede Nacht in ihren Revieren patrouillieren. Die Teilnehmer begleiten den Nachtwächter Carl Bender bei dessen Gang durch die Altstadt rund um die Liebfrauenkirche und erfahren nebenbei einiges von Koblenz, Geschichte wie auch Geschichten und so einiges vom Leben in der Stadt.
Die Fülle an Waffen, Fahrzeugen, Ausrüstungsstücken und technischem Gerät der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz-Lützel fasziniert viele, „erschlägt“ aber auch so manchen. Diese Führung hilft, rote Fäden in der einzigartigen Sammlung zu entdecken. Sie zeigt die Entwicklung der Wehrtechnik im 19. und 20. Jahrhundert anhand markanter Beispiele auf. Dabei ist auch zu entdecken, wie diese Technik entwickelt, erprobt und verbessert wurde. Versuchsträger und Prototypen machen dies vor allem für die Ausstattung der Bundeswehr nachvollziehbar.